Dieser Beitrag wurde am 13.01.2010 in der Kategorie Uncategorized abgelegt. Kommentare und Pings sind aktuell nicht möglich.
Da ich mir ja überlegt habe, ein Lehramtstudium im kommenden Jahr zu beginnen, dachte ich mir, dass es durchaus nützlich ist, zuerst etwas mit Kindern zu machen. Nur so kann ich auch herausfinden, ob mir der Beruf tatsächlich in Frage kommt. Nachdem ich auch schon immer nach Norwegen wollte, konnte ich durchaus beides miteinander verbinden. Also bewarb ich mich als Praktikant in verschiedenen norwegischen Kindergärten.
In den Kindergärten sind die Gruppen recht klein und überschaubar. Daher ist man als Betreuer auch nicht so schnell mit der Kinderschar überfordert. Die Aktivitäten mit den Kleinen fanden meistens draußen statt, egal bei welchem Wetter. Jede Woche wurde ein Ausflug in den Wald unternommen, bei dem die Bäume, Pflanzen und Tiere erklärt wurden. Einmal machten wir auch eine kleine Tour mit etwas älteren Kindern mit Berg Go carts in die Natur. Sowohl Kinder und Betreuer waren von dem Unternehmen begeistert.
Daneben betreuten wir die Kinder in Norwegen aber auch noch mit sehr vielen Spielen, die sowohl ihren Körper als auch ihren Kopf beanspruchten. Sie malten oft an einem Kinderschreibtisch an einem Bild, bastelten gemeinsam oder halfen teilweise auch beim Kochen und Tisch decken.
Generell kann man sagen, dass die Abdeckung mit öffentlichen Kindergartenplätzen für die Kinder gut ist. Doch gibt es dafür keine Garantie. Vor allem in Ballungsräumen gibt es recht lange Wartelisten, weshalb man sich rechtzeitig bemühen sollte. Kommt es in einer Gemeinde zu einem Kindergartenplatzmangel, werden bei der Aufnahme folgende Kinder bevorzugt:
- Kinder alleinstehender Eltern
- Kinder kranker oder pflegebedürftiger Eltern
- Kinder, bei denen beide Elternteile arbeiten
- Kinder aus schlechten Wohnverhältnissen
Die Kinder dürfen ab dem 1. Lebensjahr in einem Kindergarten untergebracht werden. Die Gebühren für die Unterbringung werden von der Gemeinde, zu der der Kindergarten gehört, festgelegt. Sie richten sich nach dem Einkommen der Eltern oder werden als Festbeträge erhoben.
Was ich sehr schön fand, war, dass Kinder mit einer Behinderung soweit möglich die gleichen Einrichtungen besuchten, wie Kinder ohne Behinderung. So kann ihnen trotz allem ein relativ normales Leben beschert werden und die anderen Kinder lernen bereits von klein an, das richtige Verhalten gegenüber behinderten Menschen.