Die meisten Austauschschüler, die ich kennengelernt habe, ganz egal in welches Land sie gereist sind, kamen mit ein paar Pfund mehr auf den Rippen zurück. Vor allem die Mädchen machten nach ihrem Schüleraustausch erst einmal eine Radikaldiät und stellten ihre Ernährung komplett um.

Dieses Phänomen ist aber ganz einfach zu erklären. Durch die Ernährungsumstellung im Gastland und den anderen Essgewohnheiten der Gastfamilie nimmt man eben etwas zu. Vor allem wenn man die Spezialitäten des Landes kennen lernt, kann man sich den Bauch schon mal zu voll schlagen. Man muss schließlich auch beachten, dass einem solches Essen nach dem Austausch wohl erst mal nicht mehr auf den Tisch kommt.

Und was die norwegische Ernährung so alles zu bieten hat konnte ich ja selbst erfahren. Vor allem frischer Fisch und Fleisch vom Wild wird hier gerne gegessen. Natürlich habe ich in Norwegen auch oft genug Pizza, Pasta und Pommes gegessen, aber die traditionelle Küche hat mich immer am meisten begeistert.

Der Morgen in Norwegen fing meist mit einem reichhaltigen und sehr leckeren Frühstück an. Das Frühstück ist übrigens ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Schließlich hat man vor dem Frühstück recht lange nichts mehr gegessen und braucht Energie für den Tag.

Für die Mittagspause gab es ein Sandwich, auf norwegisch matpakke. Die werden gerne auch mit leckerem Räucherlachs, Forellen, Ziegenkäse oder anderen norwegischen Spezialitäten belegt. Norwegischer Lachs ist sowieso ein Erlebnis für sich. Frisch aus dem Meer gefangen, mit Eiern, Dill und Senf-Sauce verfeinert ist dieser Lachs wirklich der Beste, den ich bis jetzt gegessen habe.

Das Abendessen ist schließlich die warme Mahlzeit des Tages. Dann kann auch mal Elch- oder Rentierbraten auf den Tisch kommen. Desserts wie das hausgemachte Cloudberry-Parfait meiner Gastmutter waren auch immer wieder ein Highlight. Meine Ernährung in Norwegen bestand größtenteils aus Fleisch, Fisch und Sandwiches, belegt mit Fleisch, Fisch und vielleicht auch mal Käse ;)

Übrigens: Während meinem Schüleraustausch habe ich gerade mal zwei Kilo zugenommen. Das lag aber auch nur daran, dass ich als Ausgleich zur ungewohnten Ernährung viel Sport getrieben habe.