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Diese Geschichte muss ich euch unbedingt erzählen, vor allem denjenigen unter euch, die sich bisher wenig mit dem Thema „Sauna“ auseinandergesetzt haben, weiter lesen »

Es ist schon sensationell. Vor ein paar Jahren, kannte kein Mensch das Wort SMS. Heute stehen schon die ersten Menschen im Guinness Buch der Rekorde. Darunter natürlich junge Menschen, die SMS schreiben, schon von Geburt an gekonnt haben. Mittlerweile ist SMS tippen, fast eine neue Sportart geworden. Wäre mal ein Versuch wert, ob die Fingerknochen, davon etwas abbekommen haben. weiter lesen »

Da ich mir ja überlegt habe, ein Lehramtstudium im kommenden Jahr zu beginnen, dachte ich mir, dass es durchaus nützlich ist, zuerst etwas mit Kindern zu machen. Nur so kann ich auch herausfinden, ob mir der Beruf tatsächlich in Frage kommt. Nachdem ich auch schon immer nach Norwegen wollte, konnte ich durchaus beides miteinander verbinden. Also bewarb ich mich als Praktikant in verschiedenen norwegischen Kindergärten.

In den Kindergärten sind die Gruppen recht klein und überschaubar. Daher ist man als Betreuer auch nicht so schnell mit der Kinderschar überfordert. Die Aktivitäten mit den Kleinen fanden meistens draußen statt, egal bei welchem Wetter. Jede Woche wurde ein Ausflug in den Wald unternommen, bei dem die Bäume, Pflanzen und Tiere erklärt wurden. Einmal machten wir auch eine kleine Tour mit etwas älteren Kindern mit Berg Go carts in die Natur. Sowohl Kinder und Betreuer waren von dem Unternehmen begeistert.

Daneben betreuten wir die Kinder in Norwegen aber auch noch mit sehr vielen Spielen, die sowohl ihren Körper als auch ihren Kopf beanspruchten. Sie malten oft an einem Kinderschreibtisch an einem Bild, bastelten gemeinsam oder halfen teilweise auch beim Kochen und Tisch decken.

Generell kann man sagen, dass die Abdeckung mit öffentlichen Kindergartenplätzen für die Kinder gut ist. Doch gibt es dafür keine Garantie. Vor allem in Ballungsräumen gibt es recht lange Wartelisten, weshalb man sich rechtzeitig bemühen sollte. Kommt es in einer Gemeinde zu einem Kindergartenplatzmangel, werden bei der Aufnahme folgende Kinder bevorzugt:

  • Kinder alleinstehender Eltern
  • Kinder kranker oder pflegebedürftiger Eltern
  • Kinder, bei denen beide Elternteile arbeiten
  • Kinder aus schlechten Wohnverhältnissen

Die Kinder dürfen ab dem 1. Lebensjahr in einem Kindergarten untergebracht werden. Die Gebühren für die Unterbringung werden von der Gemeinde, zu der der Kindergarten gehört, festgelegt. Sie richten sich nach dem Einkommen der Eltern oder werden als Festbeträge erhoben.

Was ich sehr schön fand, war, dass Kinder mit einer Behinderung soweit möglich die gleichen Einrichtungen besuchten, wie Kinder ohne Behinderung. So kann ihnen trotz allem ein relativ normales Leben beschert werden und die anderen Kinder lernen bereits von klein an, das richtige Verhalten gegenüber behinderten Menschen.

Die meisten Austauschschüler, die ich kennengelernt habe, ganz egal in welches Land sie gereist sind, kamen mit ein paar Pfund mehr auf den Rippen zurück. Vor allem die Mädchen machten nach ihrem Schüleraustausch erst einmal eine Radikaldiät und stellten ihre Ernährung komplett um.

Dieses Phänomen ist aber ganz einfach zu erklären. Durch die Ernährungsumstellung im Gastland und den anderen Essgewohnheiten der Gastfamilie nimmt man eben etwas zu. Vor allem wenn man die Spezialitäten des Landes kennen lernt, kann man sich den Bauch schon mal zu voll schlagen. Man muss schließlich auch beachten, dass einem solches Essen nach dem Austausch wohl erst mal nicht mehr auf den Tisch kommt.

Und was die norwegische Ernährung so alles zu bieten hat konnte ich ja selbst erfahren. Vor allem frischer Fisch und Fleisch vom Wild wird hier gerne gegessen. Natürlich habe ich in Norwegen auch oft genug Pizza, Pasta und Pommes gegessen, aber die traditionelle Küche hat mich immer am meisten begeistert.

Der Morgen in Norwegen fing meist mit einem reichhaltigen und sehr leckeren Frühstück an. Das Frühstück ist übrigens ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Schließlich hat man vor dem Frühstück recht lange nichts mehr gegessen und braucht Energie für den Tag.

Für die Mittagspause gab es ein Sandwich, auf norwegisch matpakke. Die werden gerne auch mit leckerem Räucherlachs, Forellen, Ziegenkäse oder anderen norwegischen Spezialitäten belegt. Norwegischer Lachs ist sowieso ein Erlebnis für sich. Frisch aus dem Meer gefangen, mit Eiern, Dill und Senf-Sauce verfeinert ist dieser Lachs wirklich der Beste, den ich bis jetzt gegessen habe.

Das Abendessen ist schließlich die warme Mahlzeit des Tages. Dann kann auch mal Elch- oder Rentierbraten auf den Tisch kommen. Desserts wie das hausgemachte Cloudberry-Parfait meiner Gastmutter waren auch immer wieder ein Highlight. Meine Ernährung in Norwegen bestand größtenteils aus Fleisch, Fisch und Sandwiches, belegt mit Fleisch, Fisch und vielleicht auch mal Käse ;)

Übrigens: Während meinem Schüleraustausch habe ich gerade mal zwei Kilo zugenommen. Das lag aber auch nur daran, dass ich als Ausgleich zur ungewohnten Ernährung viel Sport getrieben habe.

Die Urlaubszeit rückt näher und man überlebt wohin die nächste Reise gehen soll. Sobald diese Entscheidung gefallen ist, stellt sich jedoch die Frage: Welche Art von Reise möchte ich unternehmen?

Soll es ein Last Minute Urlaub werden, bei dem man spontan an den Flughafen fährt und ins nächste Flugzeug steigt? Oder lieber eine Individualreise bei der man sich alle Leistungen selbst zusammenstellt?

Die meisten Urlauber greifen auf Pauschalreisen zurück, da hierbei alle Leistungen schon im Preis enthalten sind, dazu zählen erstmal die Beförderung zum Ziel des Urlaubs, die Unterbringung in einem Hotel oder sonstiger Ferienanlage, sowie andere Leistungen wie beispielsweise gewisse Touren zu gewissen Sehenswürdigkeit. Solche Leistungen gehören jedoch nicht zu jeder Pauschalreise und werden erst vereinbart.

Die Vorteile einer Pauschalreise sind, dass man schon rechtzeitig bucht und somit auch genügend Zeit hat die Reiseführer für die jeweilige Destination zu studieren und sich so Reisetipps einzuholen. Dadurch ist man gut vorbereitet auf das was einen erwartet. Weiterer Vorteil für den Urlauber ist dann die Bequemlichkeit, denn die Verantwortung für die Reise und die Organisation liegt beim Veranstalter. Ebenso gibt es finanzielle Vorteile gegenüber Individualreisen, da man alles in einem bucht.

Jedoch hat eine Pauschalreise auch Nachteile, wie beispielsweise die geringe Flexibilität und die wenigen Möglichkeiten den Urlaub individuell zu gestalten.

Buchen lassen sich Pauschalreisen einfach per Internet oder direkt beim Reisebüro. Wobei das Reisebüro den Vorteil hat, dass man sich direkt von den Angestellten beraten lassen kann. Trotzdem sollte man sich schon vorher im Internet ein wenig umschauen und gewisse Preisvorstellungen einholen um nicht völlig ahnungslos im Reisebüro zu sitzen.

Pauschalreisen werden besonders gerne nach Norwegen gebucht. Das Land im Norden Europas verfügt über beeindruckende Landschaften und gewann in den vergangenen Jahren bei Urlaubern immer mehr an Beliebtheit. Informieren Sie sich ein wenig, holen sie sich Reisetipps Norwegen ein und entscheiden Sie, ob Norwegen nicht ein schönes Ziel für Ihren nächsten Urlaub wäre.

Norwegen entwickelt sich mehr und mehr zu einem beliebten Ziel von Touristen. Der Tourismus verbreitet sich immer weiter dank der beeindruckenden Landschaften und insbesondere der Geirangerfjord ist eines der eindruckvollsten Naturschauspiele des Landes. Seit 2005 gehört der Fjord zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist von kaum einer Ansichtskarte weg zu denken.

Ein weiteres beliebtes Ziel ist das Nordkap, das Schieferplateau, das aus dem Eismeer hervor ragt.

In Norwegen haben Sie die Wahl ob Sie lieber in einem Hotel nächtigen oder ein Ferienhaus Norwegen mieten. Hotels findet man viele, besonders in und um Oslo herum. Jedoch auch andere kleine sowie große Städte und selbst kleine Örtchen verfügen über Hotel oder Ferienhäuser Norwegen.

Wählen Sie zwischen Wellness-, Romantik- und Luxushotels, die allen nötigen Komfort bieten und über ausgezeichnete Hotelwäsche verfügen.

Die Freizeitangebote in Norwegen sind groß. Neben dem Winterspaß beim Ski fahren, Snowboarden, Schlittschuh laufen oder Wandern in den Gletschergebieten, kann man auch Trekkingtouren machen oder Golfen, Reiten und sogar Schwimmen.

Die zahlreichen Nationalparks Norwegens geben die Möglichkeit das Land besser kennen zu lernen und sich die natürliche Schönheit der Landschaften begreiflich zu machen.

Sehr begehrt ist auch Svalbard, zu Deutsch Spitzbergen, eine von Norwegen verwaltete Inselgruppe im Norden des Atlantischen Ozeans. Hier leben die Menschen vom Tourismus und daher trifft man auf größe Gastfreundschaft. Auf den Inseln kann es sogar passieren dass man auf Eisbären trifft, was als besondere Attraktion für Touristen gilt. Hier ist das Klima hoch arktisch, also ziehen Sie sich warm an!

Sehr gern besucht werden auch die Gebirge und Seen von Norwegen. Da das Land von Fjorden und Bergen gekennzeichnet ist, wird sicherlich jedes Wanderer und Bergsteigerherz höher schlagen. Ebenso können Sie auch eine Elchsafari machen und dabei zahlreiche Abenteuer in der Wildnis erleben.

Im Sommer versammeln sich auch gerne viele Angler an den Seen von Norwegen und fischen.

Während meines Aufenthaltes in Norwegen habe ich neben meinen zahlreichen wundervollen Erlebnisreisen und Wandertouren, auch selbstverständlich auch viele Städte gesehen. In norwegischen Städten ist es nicht viel anders als in deutschen. Es gibt große Einkaufsstraßen mit den großen Geschäften. Dort habe ich mir gleich schöne Abendschuhe und ein passendes Kleid gekauft.

Denn neben der wundervollen Landschaft Norwegens gibt es natürlich auch ein paar kulturelle Ereignisse, die man nicht verpassen darf. So gibt es- ähnlich wie in Deutschland- viele Feste und Bälle, die man unter keinen Umständen verpassen darf. Deshalb legte ich mich in Schale und zog die neuen Abendschuhe an und machte mich zurecht. Das Fest, das ich besuchte, war traumhaft schön und ich werde es sicherlich nicht vergessen. Es hat so viel Spaß gemacht in den Abendschuhen zu tanzen und mich zu zeigen. Die neuen Schuhe sahen so schön aus, dass ich sie gar nicht mehr ausziehen wollte.

Doch ein paar Tage später wollten meine Gastfamilie und ich wandern gehen. Deshalb musste ich doch von den schönen Abendschuhen auf die bequemen Wanderstiefel umsteigen. Doch das war auch ratsam. Die steinigen und fast schon verwilderten Wege wären nicht geeignet gewesen für meine schönen neuen Abendschuhe und hätten bestimmt deren zarte Absätze beschädigt. Deshalb war ich doch froh, die Wanderschuhe genommen zu haben. Nach einem ganztägigen Spaziergang hatte ich auch keine einzige Blase oder sonstige Schmerzen. Darum werde ich diese Schuhe in Zukunft etwas mehr zu Schätzen wissen.

Doch von dem wundervollen Ball und meinen tollen Outfit mit den passenden Abendschuhen habe ich natürlich gleich bei meiner Ankunft meiner Familie und meinen Freunden erzählt. Natürlich habe ich dieses Kleid und die Schuhe immer noch. Ich warte nur noch auf die passende Gelegenheit das Outfit auch einmal in Deutschland zu tragen. Dann werden bestimmt alle ganz neidisch sein, weil es so wunderschön ist.

Nachdem ja nun nicht jeder nach Norwegen reisen kann, nur um sich ein paar Schule zu kaufen, schaut doch einfach mal über euren Festnetz Anschluss ins Internet. Neben Abendschulen, Klamotten und Handy Zubehör lassen sich dort eine Menge interessante Sachen aus Norwegen finden. Unglaublich aber wahr, ich habe auch super schöne Polsterstoffe mit Norwegerdesign gefunden in die ich mich gleich verliebt habe.

Vor meiner Reise nach Norwegen, musste ich mich erst einmal eine Reiseversicherung von Travelprotect abgeschlossen, damit ich während meines einjährigen Aufenthaltes für alles gewappnet sein würde, was da so kommen könnte.

Wie ich in diesem Rahmen schon öfters erwähnt habe, ist es gar nicht so einfach, sich auf ein Jahr im Ausland im Vorfeld vorzubereiten. Man hat anfangs einfach nicht den Überblick über all die Dinge, die man beachten muss bzw. über die man sich als so genannte „Vorsorgemaßnahmen“ kümmern sollte. Eine von diesen Dingen ist eben die Reiseversicherung.

Da ich mich vorher noch nie mit dem Thema „Versicherungen“ beschäftigt hatte, war es anfangs wirklich etwas mühselig, sich durch die ganzen verschiedenen Arten von Reiseversicherungen durchzukämpfen, die Angebote zu vergleichen und sich letztendlich für eines davon zu entscheiden. Aber auch diese Hürde konnte ich letztendlich meistern. Im Wesentlichen gibt es 4 verschiedene Formen der Reiseversicherung, die für eine Auslandsreise relevant sind:

1. Reisekrankenversicherung
2. Reiseabbruchversicherung
3. Reiserücktrittsversicherung
4. Reisegepäckversicherung

Die Reisekrankenversicherung kennt eigentlich jeder und weiß, dass diese wahrscheinlich die wichtigste Art der Versicherung für Auslandsaufenthalte ist. Diese Versicherung übernimmt die Kosten für ärztliche Behandlungen im Ausland.

Auch die Reiseabbruchversicherung ist wichtig. Sie übernimmt die anfallenden Kosten, wenn eine Reise aus unvorhersehbaren Gründen plötzlich abgebrochen werden muss und die sofortige Heimreise angetreten werden muss. Dies kann zum Beispiel passieren, wenn man einen schweren Unfall während der Reise hat oder wenn daheim etwas Schwerwiegendes passiert.

Die Reiserücktrittsversicherung ähnelt der Reiseabbruchversicherung, allerdings haftet sie nur bis zum Abreisetag, d.h. sie trägt die Kosten (ganz oder zum Teil), wenn die gebuchte Reise aus nicht vorauszusehenden Gründen gar nicht erst angetreten werden kann, z.B. schwere Erkrankung oder Tod eines Angehörigen.

Und letztendlich die Reisegepäckversicherung. Falls auf der Reise das eigene Gepäck verloren geht, dann wird man von der Versicherung entschädigt, wenn man vorher eine Reisegepäckversicherung abgeschlossen hat.

Die genannten Reiseversicherungen gibt es in verschieden zusammengestellten Pakten zu unterschiedlichen Preisen. Ich habe mich letztendlich dafür entschieden, lieber ganz sicher zu gehen und habe eine Reiseversicherung von Travelprotect abgeschlossen, die alle Versicherungsfälle abdeckt- denn sicher ist sicher.

Ich wundere mich ja immer wieder, wie unkompliziert mein Schüleraustausch verlaufen ist. Wenn man sich einmal etwas bei anderen umhört, die einen Schüleraustausch machen wollen oder gemacht haben, glaube ich fast, dass es ein Wunder ist, dass mein Jahr in Norwegen so problemlos verlaufen ist.

Was man da von anderen so hört, ist das wohl nicht der Normalfall. Bei den einen machen die Einreisebestimmungen Probleme, bei den anderen passt die Gastfamilie nicht, wieder andere finden sich im Gastland nicht zurecht, werden krank oder haben Probleme mit der neuen Sprache.

Von einigen habe ich gehört, dass die Vorbereitungszeit schwierig gewesen ist, d.h. die Organisation und der Kontakt mit der Gastfamilie und das Lernen der Sprache. Einer hat sich auf seinen Austausch sogar mit einem Englisch Privatkurs vorbereitet. Aber vielleicht lag das auch daran, dass er in England gearbeitet hat und nicht nur in die Schule gegangen ist. In diesem Fall ist es wahrscheinlich wirklich besser einen Sprachkurs vorher zu belegen, in dem man das Nötigste beigebracht bekommt.

Soweit ich das beurteilen kann, ist es auch viel schwieriger einen Austausch in ein englischsprachiges Land zu organisieren, weil vor allem die USA, aber auch Großbritannien immer sehr ausgelastet sind, was Austauschprogramme angeht. Für die Skandinavischen Länder beispielsweise gibt es viel weniger Plätze, aber dementsprechend auch nicht so viele Bewerber, so dass die Wahrscheinlichkeit doch recht hoch ist, einen Austauschplatz bzw. eine Gastfamilie zu bekommen.

Je nachdem, ob der Austausch von einer Organisation oder der Schule abgewickelt wird, kommt es wahrscheinlich auch zu unterschiedlichen Schwierigkeiten oder ist verschieden aufwendig.

Was die Gastfamilie angeht, muss man einfach Glück haben, denke ich, da man das meist nicht wirklich beeinflussen kann. Wenn man sich nicht mit seiner Gastfamilie versteht, erschwert das natürlich den Aufenthalt erheblich, da man sich ja jeden Tag mit den Leuten aufhält. Aber in einigen Fällen ist es wohl möglich, die Gastfamilie zu wechseln, wenn man gar nicht mit der Familie zurechtkommt.

Aber ich bin wirklich froh, dass ich so viel Glück hatte und in eine total nette Familie gekommen bin und mich mit meinem „Gastbruder“ einfach super verstanden habe. Meine Gastmutter hat sich liebevoll und wirklich rührend um mich gekümmert. Sie hatte immer Bedenken, dass mir die Sommerbettdecken zu kalt sind und mich eigentlich jeden Morgen gefragt, ob ich auch gut geschlafen habe und ob ich für die nächste Nacht nicht doch lieber eine wärmere Decke haben möchte, da ich ja das Klima nicht so gewohnt sei. Irgendwann habe ich aufgegeben und der dicken Decke zugestimmt :-) Super klasse waren auch Ihre Kochkünste…oh, da komm ich schon wieder ins schwärmen…aber da könnte ich echt stundenlang berichten.

Auch wenn es vielleicht ein bisschen Glücksspiel ist, wenn man Glück hat, ist ein positiv verlaufener Schüleraustausch wirklich ein Gewinn und eine Erfahrung fürs Leben- bei mir war das zumindest der Fall.

Tipp: Falls doch etwas Unvorhergesehens den Austausch verhindert - Reiseversicherung für Schüler

Kann es wirklich allein an dem Schulsystem liegen, dass die deutschen Jugendlichen im europäischen Vergleich so weit zurückliegen? Oder liegt es vielleicht doch ehr an unseren Kindern selbst, die einfach das Interesse an der Bildung verloren haben? Ich glaube einfach, dass es an dem Unterrichtsstoff liegt, der unsere Kinder schlicht weg langweilt. Denn so „dumm“ wie die Pisastudie behauptet, sind unsere Kinder wirklich nicht. Dazu kann ich ein Beispiel bringen.

Meine 14- jährige Tochter fragte mich letztens um Rat. Sie wollte wissen ob wir eine private Krankenversicherung hätten. Ich freute mich zunächst über ihr Interesse. Ich fragte, warum sie das interessiere. Darauf hin zeigte sie mir einige Seiten im Internet. Sie klickte so schnell durch die Suchergebnisse, dass es mir kaum möglich war, die Seiten mitzulesen. Alles was ich mir merken konnte war Forum private Krankenversicherung, Forum Zahnzusatzversicherung sowie andere Foren über das so genannte Zahnbleeching.

Da kam mir die Erleuchtung. Meine Tochter hatte nur so viel Interesse an unseren Versicherungen, weil sie sich die Zähne kostenlos aufhellen lassen wollte und nach den günstigsten Alternativen suchte. Sie versucht nämlich, ihren Vorbildern so weit es geht nachzueifern. So sehr mich das auch ärgerte- sie war ziemlich gut informiert. Und das verblüffte mich.

Könnte es nicht einfach daran liegen, dass in den Schulen nur die falschen Fächer unterrichtet werden? Vielleicht sollte es da eine Reform geben, die beschließt, dass die Fächer den Bedürfnissen der Schüler angepasst werden. Aber wie sollte das dann aussehen? Es gäbe dann Schminkkurse für die Mädchen und Rapkurse für die Jungs. Pädagogisch wertvoll wären diese auf keinen Fall. Ehr müssten wir es schaffen, die Jugendlichen wieder mehr für die vorhandenen Fächer zu begeistern. Denn wie man am Beispiel meiner Tochter sehen kann, sind die Kinder durchaus fähig sich eigenständig zu informieren und das Gelernte auch anzuwenden.

Die Lehrer sollten- wie ich finde- mehr alltagsbezogene Beispiele in den Unterricht einbringen, damit es den Jugendlichen leichter fällt, die langweilige Theorie mit der Praxis zu verbinden. Aber das ist und bleibt nur meine Meinung. Ob sich wirklich etwas ändert wird die Zeit zeigen. Und solange werde ich mich wohl mit dem „schlechten“ Bildungssystemen in Deutschland abfinden müssen.

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